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Die Chroniken von Mondoria

Wie alles begann. Band 1: Das Artefakt

 

Claudia und Urs Muther

Kapitel 16

Gierig blickte das „Phantom“ auf den großen Haufen Goldmünzen, die vor ihm auf dem Tisch lagen. Selbst im schwachen Licht der einsamen Ölfunzel funkelten sie und ließen es warm um sein Herz werden. Am liebsten hätte er sie augenblicklich in seine Taschen gestopft und wäre damit verschwunden. Doch der Mann, der ihm gegenüber saß, schaute ihn mit einem durchdringenden Blick an, der deutlich zeigte: Ich verstehe keinen Spaß! Und auch die beiden Söldner, die rechts und links von ihm standen, machten nicht den Eindruck, dass man sie leicht reinlegen konnte. (...)

Barocha de la Cruz murmelte ein paar düstere Worte in einer unbekannten Sprache, dann begann eine Stelle an der Wand des Raumes zu leuchten. Wie von Geisterhand schoben sich die Ziegel auseinander und gaben einen engen Hohlraum dahinter frei. Dann nickte der Zauberer den Söldnern zu. Augenblicklich setzten sie sich in Bewegung und schoben ihr Opfer in den Hohlraum. Mit weit aufgerissenen Augen hörte das „Phantom“, wie der Zauberer erneut eine magische Formel sprach. Dann bewegten sich die Steine an ihre alte Position zurück. Das „Phantom“ wollte aus seinem Gefängnis ausbrechen, wollte fliehen, doch sein Körper gehorchte ihm einfach nicht. Einen Moment später verschwand auch der letzte Funken Licht vor seinen Augen und ewige Dunkelheit machte sich um ihn breit.

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Mondoria, Claudia Muther

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